Warum die PNG-Seite unscharf wirkt
Wenn das Ergebnis weicher aussieht als im PDF-Betrachter, liegt das fast immer an einer der folgenden Ursachen – und nur ein Teil davon lässt sich beim Umwandeln lösen.
1. Der Scan ist die Obergrenze
Besteht die PDF aus eingescannten Seiten, enthält sie nur die Bildpunkte des Scans. Ein Export mit 300 dpi vergrößert dieses Raster, statt Details zu ergänzen. Die Unschärfe steckt bereits in der Vorlage.
2. Zu niedrige Ausgabauflösung
Bei 72 dpi hat eine A4-Seite nur rund 595 Pixel in der Breite. Wird das Bild auf einem Bildschirm groß dargestellt oder ausgedruckt, muss der Browser oder das Druckprogramm interpolieren – das wirkt weich.
Für Ansichten in Originalgröße und für Druck ist 150 oder 300 dpi die bessere Wahl.
3. Skalierung im Betrachter
Bildprogramme zeigen Bilder oft geglättet an, wenn sie über 100 Prozent vergrößert werden. Derselbe Effekt tritt bei PDF-Betrachtern nicht auf, weil sie Text neu zeichnen können. Vergleiche deshalb immer bei 100 Prozent, bevor du das Ergebnis beurteilst.
4. Text wird zu Pixeln
Im PDF bleibt Text als Vektor gespeichert und ist in jeder Zoomstufe scharf. Im PNG ist er eine feste Pixelmenge. Je kleiner die Auflösung, desto weicher die Kanten – das ist kein Fehler, sondern die Natur eines Rasterbildes.
Was tatsächlich hilft
Prüfe zuerst die Scanqualität der Quelle, wähle dann eine höhere Ausgabestufe und beurteile das Ergebnis bei 100 Prozent Zoom. Wenn das Original nur ein unscharfer Scan ist, bleibt der einzige Ausweg, das Dokument neu und schärfer zu scannen.